Medizinische Soforthilfe und die Vertrauliche Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt.

Vertrauliche Spurensicherung und medizinische Soforthilfe ist eine unabdingbare Maßnahme im Kampf gegen Gewalt an Frauen.

GESINE Netzwerk Gesundheit koordiniert die Vertrauliche Spurensicherung im EN Kreis. In allen drei Krankenhäusern des EN Kreises mit einer gynäkologischen Ambulanz (Schwelm/Witten/Herdecke) besteht die Möglichkeit Spuren sexueller Gewalt vertraulich/“anonym“ sichern zu lassen.


Für viele Frauen ist die Frage, eine erlebte Vergewaltigung anzuzeigen oder nicht, nicht von vorrangiger Bedeutung. Oft steht die Verarbeitung des seelischen Schocks, der seelischen Verletzungen im Vordergrund. Gleichwohl ist eine Vergewaltigung eine massive Gewalttat und ein Straftatbestand. Durch die Vertrauliche Spurensicherung haben Opfer von sexualisierter Gewalt 10 Jahre Zeit in Ruhe zu überlegen, ob sie die Tat zur Anzeige bringen. GESINE Netzwerk Gesundheit hat entsprechende Infoflyer entwickelt, versorgt die teilnehmenden Krankenhäuser mit Spurensicherungssets und koordiniert die Vertrauliche Spurensicherung im EN Kreis. GESINE Netzwerk Gesundheit bietet Fortbildungen für Ärztinnen, Ärzte und Pflegende für mehr Handlungssicherheit im traumasensiblen Umgang und Ansprechen von Gewaltopfern.