Cybergewalt

Im Rahmen der EU-weiten Befragung zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen (FRA, 2014) gaben von den insgesamt 42.000 Befragten gaben 11 % der Frauen an bereits unangemessene Annäherungsversuche in den sozialen Medien erlebt oder E-Mails / SMS-Nachrichten mit eindeutig sexuellem Inhalt erhalten zu haben. Besonders betroffen waren junge Frauen (18–29 Jahre), die zu 20 % bereits Cybergewalt erfahren haben.

In einem Bericht des European Institut for Gender Equality (EIGE, 2017) wird der aktuelle Forschungsstand zum Thema Cybergewalt gegen Frauen und Mädchen dargelegt. Die Autorinnen stellen fest, dass Cybergewalt sich nicht auf den virtuellen Raum beschränkt, sondern meist auch im Zusammenhang mit analoger Gewalt zu finden ist.

Im Rahmen des Projekts „Aktiv gegen Cybergewalt“ führte der BBF eine Umfrage zu Cybergewalt gegen Frauen (Bff, 2017) in Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen durch. Cybergewalt betrifft besonders Frauen mit unsicherem Aufenthaltsstatus, Frauen mit Lernschwierigkeiten und Frauen in Trennungsprozessen. In der Auswertung dieser Umfrage finden sich viele Beispiele für Cybergewalt gegen Frauen. Mehr zu dem Projekt und den Ergebnissen der Umfrage finden Sie unter: https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/weitere-informationen-226.html.

Näheres:  www.aktiv-gegen-digitale-gewalt.de/de/digitale-gewalt.html.)

Rechtliche Fragerstellungen zu digitaler Gewalt finden sich hier